Spielorte

FILMCASINO

Filmcasino

Foto © Filmcasino
1050 Wien, Margaretenstraße 78
U4 Pilgramgasse • U1 Taubstummengasse
Es gibt wohl kaum ein anderes Kino in Wien, das einen so geheimnisvoll durch seine Architektur in andere Welten entführen kann wie das Filmcasino im 5. Bezirk. Bereits 1911 wurde im Gebäude das „Margaretner Bürgerkino“ betrieben. Die Namensänderung erfolgte nach dem Ersten Weltkrieg. Nach einer krisenbedingten Schließung übernahm 1989 die Volkshochschule Margareten das Kino, das seither als Fixstern die Wiener Kinoszene bereichert. Samt dem hauseigenen Polyfilm-Verleih versteht man sich als Programmkino mit Fokus auf österreichische, europäische und asiatische Filme. In den letzten Jahren etablierte sich das Filmcasino zusätzlich mit spannenden Repertoire-Programmen, Sonderreihen und begeisterndem Einsatz für all jene Filme, die aufgrund kulturpolitischer Machtspiele sonst keine Kinoauswertung erfahren würden.

ADMIRALKINO

Admiralkino

Foto © Admiralkino

1070 Wien, Burggasse 119
U6 Burggasse-Stadthalle

Es riecht nach Leder und Zelluloid im atmosphärischen Foyer des Admiralkinos. Charlie Chaplin grüßt von der Toilettentür, ein alter Kohleofen, der lange den Kinosaal beheizte, hält in sympathischer Nostalgie die Stellung. Dabei wird im 1913 eröffneten Kino keineswegs rückständig gedacht. Betreiberin Michaela Englert hat das Kino, in dessen Geschichte immer wieder Frauen federführend agierten, über die Jahre trotz schwierigster Umstände modernisiert und entwickelt neue Konzepte im Windmühlenkampf gegen Streamingdienste und pandemische Einschränkungen. Programmatisch setzt das Kino auf weibliches Filmschaffen und die intime Begegnung mit Gästen sowie daraus resultierende Diskussionen.

BLICKLE KINO

Blickle Kino

Foto © Natascha Unkart

1030 WIEN, ARSENALSTRASSE 
U1 SÜDTIROLER PLATZ • D QUARTIER BELVEDERE

Obwohl sich die mentale Wiener Stadtgrenze nur langsam über den Gürtel wagt, etabliert sich das Blickle Kino im Belvedere 21 zur zentralen Spielstätte für die feine und immer wichtiger werdende Grenze zwischen Film- und Videoarbeiten. Entworfen von Architekt Karl Schwanzer für den Weltausstellungspavillon 1958, entspricht der Kinosaal höchsten technischen Standards. Zwischenzeitlich ein in der Peripherie existierendes Supplement zu den Programmen des Österreichischen Filmmuseums, etwa in Form von Experimentalfilmschienen, hat es sich das Blickle Kino heute zur Aufgabe gemacht, Synergien zwischen Kunst, Film und Video zu kreieren. Es geht um den Dialog zwischen Vermittlung und Praxis. Im Kontext des Museums wird das Kino als Widerstand verstanden, der mit Bewegtbildern auch auf die Umgebung und die wachsenden Viertel um den Hauptbahnhof ausstrahlen soll.