Gewinner*innen: GOLDENE MEDUSA 2022

QUEERTACTICS

proudly presents

DIE GEWINNER*INNEN DER Goldenen Medusa 2022

Goldene Medusa 2022: Jury

Die Jury bestehend aus Luzenir Caixeta (Sozialethikerin, aktiv in selbstorganisierten politischen Kontexten, Seminar-Vortragende für maiz. autonomes zentrum von & für migrantinnen), Mara Mattuschka (Film- und Theaterautorin, Performancekünstlerin, bildende Künstlerin), Sasha Pirker (bildende Künstlerin, Filmemacherin, Senior Artist an der Akademie der Bildenden Künste Wien) sowie Dagmar Fink und Katja Wiederspahn für QUEERTACTICS, hat 29 Einreichungen von 24 Filmemacher*innen gesichtet. Die Auswahl fiel aufgrund der beeindruckenden Qualität aller Einreichungen nicht leicht.

Folgende Filme wurden ausgezeichnet:

Goldene Medusa 2022: Mein Hosenschlitz ist offen. Wie Mein Herz.

Die GOLDENE MEDUSA für die herausfordernsten Geschlechterdarstellungen geht an:

Mein Hosenschlitz ist offen. Wie Mein Herz. (Österreich 2022, 28 min)
von Marie Luise Lehner

Die Jury hat den Film mit großer Begeisterung gesichtet, danach war es klar, dass Marie Luise Lehners Arbeit in die engere Wahl für die GOLDENE MEDUSA aufgenommen werden MUSS: Scheinbar mit leichter Hand inszeniert besticht der Film sowohl durch seine umwerfenden Darsteller*innen, die das Drehbuch der Regisseur*in bis in die kleinsten Verästelungen ihrer Leinwandpräsenz verkörpern, den Ton, der uns die sinnliche Wahrnehmung der Protagonist*innen mitempfinden lässt – als auch durch seine Selbstironie, die das Ertasten des Wann und Wie einvernehmlicher sexueller Begegnungen zu reinstem Vergnügen werden lässt. Danke!!

 

Goldene Medusa 2022: WET STREAMING III – fuck my ficus

Die GOLDENE MEDUSA für die queerste ästhetische Umsetzung geht an:

WET STREAMING III – fuck my ficus (Österreich 2021, 5:20 min)
von Aaron Scherer, Eva Sommer, Daniela Zahlner

Schon aufgrund des Titels war die Jury mega-gespannt: Sex im heimischen Wohnzimmer war zu erwarten (Ficus!!). Geboten wurde uns dann allerdings ein wilder Ritt ökosexueller Vergnügungen mit drei der vier Elemente – cross-media Inszenierungen inklusive: Hol Dir doch den Urwald ins Wohnzimmer und hab Sex mit IHM! Hier machen selbst die unbequemsten Sex-Stellungen Sinn. Danke für diese großartige Arbeit, ausstehend ist nun allerdings noch das vierte Element: FEUER. Nicht nur deshalb freuen wir uns auf weitere Arbeiten des Regie-Trios!!

 

Goldene Medusa 2022: TRANS*GAZE

Schließlich freuen wir uns, einen dritten Preis ausloben zu können, der nur aufgrund der kurzfristigen, total unkomplizierten und überaus großzügigen Unterstützung der ÖH Bildende Kunst der Akademie der bildenden Künste überhaupt vergeben werden kann.

Die GOLDENE MEDUSA für die gelungenste Dokumentation queerer Community geht an:

TRANS*GAZE (Österreich 2021, 20:13 min)
von Rosa Wiesauer

„If you are brave enough to display your femininity, you are really tough.“
Schon dieser eine Satz einer der Protagonist*innen zu Beginn der Arbeit von Rosa Wiesauer verführt auf ganz eigene Weise dazu, Fragen von Transition und Weiblichkeit genauer nachzugehen – und zwar in all ihrer Vielfalt. Im weiteren gelingt es der Regisseur*in mit ihrer dokumentarischen ‚Inszenierung‘ auf erfrischend verstörende Weise, Räume zu eröffnen – für ein ganz, ganz genaues Zuhören und Beobachten, die überhaupt erst die Bedingung der Möglichkeit eigener Reflexion erschaffen. Und sie macht in im Kontext von Weiblichkeit und Transition auch ethnisierte, nicht-weiße Körper sichtbar. Danke! 

.

Goldene Medusa 2022: Kiki House of Dive

Großer Dank geht raus an das KiKi House of Dive, das dem Abend mit einer Voguing-Lecture-Performance vollendet hat!